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| 14 Septembre 2011
Haslach i. K. Abend voller Leidenschaft
Von Marijana Babic Haslach. Mit einem fulminanten Auftritt haben Christina Weschta (Violine) und Eva Valtova (Cembalo) am Sonntag in der Haslacher Klosterkirche konzertiert. Die Musikerinnen brillierten mit einem Barockkonzert unter dem Motto "Im italienischen Stil" und begeisterten restlos.Tartini, Telemann, Bonporti, der französische Komponist Antoine Forqueray, Corelli, einer der Urväter der Violin-Sonate, und Bach standen auf dem Programm – die beiden Musikerinnen, die ihr Handwerk verstehen, boten ein leidenschaftliches Schauspiel. Sie folgten der filigranen, anspruchsvollen Melodieführung beinahe symbiotisch harmonisch und verrieten die pure Freude am Spiel. Mit der Sonate Nr. 14 D-Dur von Giuseppe Tartini erfolgte ein gefühlvolles Violin-Intro, während bei Georg Philipp Telemanns Concerto Nr. 1 D-Dur beide Instrumente einsetzten, wobei deutlich wurde, wie ausnehmend gut Cembalo und Violine in der Hand von Könnerinnen harmonieren.
Die für das italienische Barock so typischen Triller, Läufe und Verzierungen setzten die beiden Musikerinnen im Folgenden kunstvoll um, bevor sie sich mit Francesco Antonio Bonporti und dessen belebender Invention Nr. 1 in A-Dur einem Komponisten widmeten, der Zeitgenossen zwar als "Dilettant" galt, dessen Werk sich aber nichtsdestotrotz großer Beliebtheit erfreute. Virtuoses Fingerspiel und viel Feingefühl bewies Eva Valtova mit der Suite Nr. 5 für Cembalo solo von Antoine Forqueray, das ursprünglich für die Gambe geschrieben worden war. Die Sonate Nr. 4 F-Dur von Arcangelo Corelli war wiederum beiden Instrumenten gewidmet, und es zeigte sich, dass die Klosterkirche akustisch hervorragend für Konzerte geeignet ist. Mit Johann Sebastian Bach, der sich intensiv mit den italienischen Komponisten auseinandergesetzt hatte und dessen Sonate H-Moll von Bonporti inspiriert ist, setzten die beiden Musikerinnen einen gelungenen Schlusspunkt unter ihr hervorragendes Konzert.
Das Publikum hörte jedoch nicht auf zu klatschen und bekam eine kleine Zugabe zu hören. Das Fazit: beeindruckend, versiert und absolut hörenswert. Die beiden Musikerinnen haben im Übrigen schon zahlreiche internationale Auftritte absolviert. Christina Weschta unterrichtet unter anderem an der Musikschule Offenburg/Ortenau, Eva Valtova lehrt an der Städtischen Musikschule Hoenheim bei Straßburg. Beide haben unter anderem in Prag und Straßburg studiert. Der Auftritt fand im Rahmen der Klosterkonzerte statt.


